Tagesgeld oder ETF-Fonds? Renditechancen in der Niedrigzinsphase

Wertpapiere sind bei deutschen Sparen traditionell nicht erste Wahl. Im Jahr 2015 besaß nur knapp 11% der Bevölkerung Wertpapiere (Aktien oder Fonds). Die Tendenz zeigt zudem seit 2001 tendenziell eher nach unten und auch die seit Jahren fallenden Zinssätze auf Spar- oder Tagesgeldkonten konnten daran bisher wenig ändern. Die anhaltende Niedrigzinsphase mit Zinsen auf dem historischen Tiefstand fordert jedoch die Suche nach alternativen Anlagemöglichkeiten um einen Kaufkraftverlust zu vermeiden.

Renditechancen mit ETF-Fonds
Hauptargument für die Geldanlage auf Tagesgeldkonten waren bis Mitte der 2000 Jahre attraktive Renditechancen von bis zu 5% pro Jahr. Gleichzeitig sind Einlagen bei einheimischen Banken aufgrund der Einlagensicherungssysteme in Deutschland meist unbegrenzt gegen Insolvenzrisiken abgesichert. Nachdem die Zinssätze inzwischen massiv gefallen sind, werden zunehmend alternative Anlageformen gesucht. Für Anleger, die nur ein begrenztes Risiko eingehen wollen, sind ETF-Fonds eine möglicherweise interessante Anlageform. Die Abkürzung ETF steht für Exchange-traded fund. Bei diesen Fonds handelt es sich überwiegend um passiv verwaltete Indexfonds. Der Vorteil an passiv verwalteten Fonds sind die niedrigen Kosten. Die jährlichen Verwaltungskosten betragen meist ca. 0,1 bis 0,5% pro Jahr und auch die einmaligen Anschaffungskosten belaufen sich in der Regel nur auf ca. 0,1 bis 0,25% der Investitionssumme. Die niedrigeren Kosten gegenüber aktiv gemanagten Fonds wirken sich direkt auf Renditechancen aus.

Renditechancen von ETF-Fonds

Neben den niedrigen Kosten reduzieren Sparpläne auf mehrere Indexfonds durch eine breite Risikostreuung das Risiko für die Anleger. Ob DAX, Dow Jones, S&P 500, EURO STOXX 50 oder MSCI World, passende ETF-Fonds gibt es für alle großen Börsen-Indizes. Die Vorteile und Funktionsweise von ETF-Sparplänen werden ausführlich auf http://sicheregeldanlage.info/ beleuchtet.

Anlagehorizont
Für wen eignet sich die Anlage in Wertpapieren grundsätzlich? Aktien, Fonds, sowie alle weiteren Wertpapierarten unterliegen gewissen Schwankungen. Kurzfristig können daher immer Verluste eintreten. Sparpläne eignen sich auch hier um die Rendite zu verbessern. Bei niedrigen Kursen werden effektiv mehr Anteile am Fonds gekauft, bei hohen Kursen erhalten Anleger entsprechend weniger Anteile. Es sollten dennoch nur Beträge in Wertpapiere angelegt werden, die nicht kurzfristig benötigt werden um nicht mit Verlust verkaufen zu müssen. Ideal sind Anlagezeiträume von mindestens 5 bis 10 Jahren. Dabei gilt, je länger der Zeitraum umso niedriger das Risiko.

Im langjährigen Mittel sind bei dieser Anlageform attraktive Renditechancen möglich. Das belegt beispielsweise die Studie der London Business School, durchgeführt von den Wissenschaftlern Paul Marsh, Mark Staunton und Elroy Dimson. Dabei wurde über ein weltweit auf 23 Länder gestreutes Wertpapierportfolio im Zeitraum von 1900 bis 2013 eine jährliche Rendite von 5,2% erwirtschaftet.

Fazit
ETF-Fonds sind auch für risikoscheue Anleger eine interessante Möglichkeit in der aktuellen Niedrigzinsphase attraktive Renditen mit dem eingesetzten Kapital zu erzielen.

Um das Risiko möglichst breit zu streuen, sind Sparpläne und die Verteilung auf verschiedene ETF-Fonds verschiedener Indizes sinnvoll.

Um kurzfristige Verluste zu verhindern sollte nur Kapital investiert werden, das über einen längeren Zeitraum (mindestens 5 bis 10 Jahre) nicht benötigt wird.

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