Die Corona-Pandemie und der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine haben massive Auswirkungen auf Industrie, Handel und Produktion. Dies ist selbstverständlich auch an den Kursen der Börsen sichtbar. Die Analysten der großen Banken gehen für die Zukunft von verschiedenen Szenarien aus. Bei manchen Aktien wird die Geduld der Anleger auf die Probe gestellt. Doch was ist für die Zukunft zu erwarten?

Die Verknappung von Rohstoffen führt zwangsläufig zu höheren Preisen

Die Märkte haben hierzulande nicht nur mit den Nachwirkungen der Corona-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine zu kämpfen. Auch die schnell ansteigende Inflation ist in allen Bereichen des Lebens mittlerweile spürbar. Hohe Kosten beim täglichen Einkauf und die Preise für Benzin an den Tankstellen reißen ein großes Loch in die Geldbeutel der Verbraucher. Was den Verbrauchern in den nächsten Monaten noch ins Haus steht, ist jetzt noch nicht direkt spürbar. Die Sanktionen gegen Russland werden sich in naher Zukunft auch auf die Gaspreisentwicklung auswirken. Der Verzicht auf das günstigere Gas aus Russland und auch die Ankündigung, dass die Lieferungen teilweise oder komplett eingestellt werden könnten, sorgen nicht gerade für eine positive Stimmung in der Politik und vielen Bereichen der Wirtschaft. Die Sanktionen wirken daher teilweise wie ein Bumerang. Die Verknappung der Rohstoffe wird dadurch auch weiterhin zu einer Erhöhung der Preise führen.

Die Rohstoffpreise an den Börsen steigen weiter an

Viele Anleger sehen allerdings auch in der Krise eine Chance. Aktien und ETF Fonds mit Rohstoffen wie Öl, Erdgas, Kaffee, Weizen oder Kupfer gehen an den Börsen der Welt durch die Decke. Viele Analysten gehen davon aus, dass die Preise auch in den nächsten 5 bis 10 Jahren auf einem hohen Niveau bleiben werden. Anleger können auch indirekt investieren und sich mit Aktien und Anteilen an Unternehmen beteiligen, die im Ausland Rohstoffe produzieren oder weiterverkaufen. Ganz anders sieht es zurzeit allerdings für die Anleger aus, die auf die verschiedenen Werte des deutschen Leitindex DAX setzen. Viele Unternehmen im Index befinden sich zurzeit in einer regelrechten Krise und haben mit hohen Einbußen zu kämpfen. Die Marktanalysten geben mittlerweile in fast allen Bereichen eine regelrechte Welle an Gewinnwarnungen aus. Lag der Aktienindex zum Jahresbeginn noch bei etwa 16.000 Punkten, wurden in den letzten Monaten mehr als 20 Prozent eingebüßt.

Tagesgeld Zinsen 2020

Die steigende Inflation ist für Sparer besonders bitter

Durch die Niedrigzinspolitik der letzten Jahre in Deutschland und Europa waren Sparguthaben bei den Banken eine Geldanlage, die nur sehr wenig oder keine Zinsen erwirtschaftet haben. Durch die rasant steigende Inflation verlieren die Sparer bei ihren Geldanlagen jede Menge Geld. Experten haben errechnet, dass alleine im Jahr 2021 mehr als 80 Milliarden Euro verloren gegangen sind. Durch die weiter ansteigende Inflation könnten die Verluste zukünftig noch höher ausfallen. Trotzdem sollten sich die Sparer nicht auf windige Anlagemöglichkeiten mit hohen Gewinnversprechen einlassen. In vielen Fällen steckt Betrug dahinter und es kann zu einem Totalverlust der Geldanlage führen.

Die Auswirkungen steigende Rohstoffpreise an den Börsen

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